Schutzart IP 67 nach DIN EN 60529 (VDE 0470)
Die Schutzart eines Gehäuses wird durch das Kennzeichen IP (Ingress Protection) und eine zweistellige Kennziffer festgelegt. Die erste Ziffer definiert den Schutz für Personen und Betriebsmittel, die zweite den Schutz gegen Wasser.*
*Normenzitierung ohne Gewähr

Schutzart IP 67
Schutzgrad für Personen: Geschützt gegen den Zugang zu gefährlichen Teilen mit einem Draht.
Schutzgrad für Geräte: Staubdicht.
Schutzgrad gegen Wasser: Geschützt gegen die Auswirkungen von zeitweiligem Eintauchen in Wasser.
Erste Kennziffer: 6 | IP 6X | |
| Schutzgrad für Personen: | Geschützt gegen den Zugang zu gefährlichen Teilen mit einem Draht. | |
| Definition: | Die Zugangssonde, 1,0mm Durchmesser, darf nicht eindringen. | |
| Prüfbedingungen: | Die Zugangssonde wird gegen jede Öffnung des Gehäuses mit einer nach Norm festgelegten Kraft gedrückt oder sie wird durch diese Öffnung eingeführt. | |
| Abnahmebedingungen: | Der Schutz ist zufriedenstellend, wenn ausreichender Abstand zwischen der Zugangssonde und gefährlichen Teilen eingehalten ist. | |
| Schutzgrad für Betriebsmittel: | Staubdicht | |
| Definition: | Kein Eindringen von Staub. | |
| Prüfbedingungen: | Die Prüfung wird unter Verwendung einer Staubkammer durchgeführt, in der Talkumpuder über eine Staubumlaufpumpe o.ä. in der Schwebe gehalten wird. Das zu prüfende Gehäuse wird in der Prüfkammer aufgestellt und der Druck in dem Gehäuse durch eine Vakuumpumpe unter dem umgebenden atmosphärischen Druck entsprechend der Norm gehalten. | |
| Abnahmebedingungen: | Der Schutz ist zufriedenstellend, wenn keine Staubablagerung innerhalb des Gehäuses nach Abschluss der Prüfung sichtbar ist. | |
Zweite Kennziffer: 7 | IP X7 | |
| Schutzgrad gegen Wasser: | Geschützt gegen die Wirkung beim zeitweiligen Untertauchen in Wasser. | |
| Definition: | Wasser darf nicht in einer Menge eintreten, die schädliche Wirkungen verursacht, wenn das Gehäuse zeitweilig unter Wasser getaucht ist. | |
| Prüfbedingungen: | Das Gehäuse wird in einem Tauchbecken komplett unter Wasser getaucht. Tauchtiefe: 1m; Prüfdauer: 30min. | |
| Abnahmebedingungen: | evtl. eingedrungenes Wasser darf nicht: - in einer solchen Menge vorhanden sein, dass das ordnungsgemäße | |
Hinweis:
Die bei den Gehäusen angegebenen Schutzarten beziehen sich auf unbearbeitete Standardgehäuse im Anlieferungszustand. Insbesondere beim Schutz gegen Wasser (zweite Kennziffer) sind die Testbedingungen erfüllt, wenn in der vorgegebenen Zeit des Versuchs kein Wasser oder Wasser in nicht schädlicher Menge eingedrungen ist. Da die Prüfungen der Schutzklasse keine Alterungen berücksichtigen, ist auch nicht die Aufrechterhaltung der Schutzklasse über die Lebensdauer des Gerätes gewährleistet. Ebenso sind Temperaturwechsel, wie sie z. B. bei Freiwitterung auftreten können, nicht berücksichtigt. Solche Temperaturwechsel führen u. a. zu Unterdruck im Gehäuse, und es kann unter Umständen Feuchtigkeit durch die Dichtungsbereiche angesaugt werden. BOPLA hält hierzu Druckausgleichselemente zum Einbau bereit.
FAQ
Die Schutzart IP67 bedeutet, dass ein Gehäuse vollständig staubdicht ist und gegen die Auswirkungen eines zeitweiligen Untertauchens in Wasser geschützt ist. Die erste Kennziffer „6“ steht für Staubdichtheit, die zweite Kennziffer „7“ für den Schutz beim zeitweiligen Untertauchen.
Ein IP67-Gehäuse ist gegen das zeitweilige Untertauchen in Wasser geschützt. Nach den standardisierten Prüfbedingungen wird das Gehäuse für bis zu 30 Minuten in 1 m Wassertiefe untergetaucht. „Wasserdicht“ sollte daher nicht als uneingeschränkter Schutz bei beliebiger Wassertiefe oder unbegrenzter Dauer verstanden werden.
Ja. Die erste Kennziffer „6“ steht für ein staubdichtes Gehäuse. Unter den definierten Prüfbedingungen darf kein Staub in das Gehäuse eindringen.
IP65 und IP67 bieten beide einen hohen Schutz gegen Staub. Beim Wasserschutz unterscheiden sie sich jedoch: IP65 schützt gegen Strahlwasser, während IP67 den Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen in Wasser beschreibt.
Die von BOPLA angegebenen Schutzarten beziehen sich auf unbearbeitete Standardgehäuse im Anlieferungszustand. Nach Bohrungen, Ausschnitten oder anderen Bearbeitungen muss daher sichergestellt werden, dass die gewünschte Schutzart weiterhin erreicht wird.


